Programmnotizen 2026

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Programmnotizen
Besetzungsliste folgt

Alfred Reed – The Hounds of Spring «A Concert Overture for Winds»

Mit «The Hounds of Spring» schuf Alfred Reed 1980 eine seiner eindrucksvollsten Konzertouvertüren. Inspiriert wurde das Werk vom Gedicht «Atalanta in Calydon» des irischen Schriftstellers Algernon Charles Swinburne, das eine junge Liebe mit dem Frühling als kraftvolle, unbändige Naturgewalt vergleicht.
Reed übersetzt diese Bilder in eine farbenreiche Klangsprache. Kraftvolle Fanfaren, energiegeladene Rhythmen und lyrische Melodien wechseln sich ab und beschreiben den Weg vom Erwachen der Natur bis zu ihrer vollen Blüte. Das Werk verlangt dem gesamten Orchester grosse Virtuosität und musikalische Ausdruckskraft ab und zählt heute zu den bedeutendsten Originalkompositionen für Blasorchester.

Frank Ticheli - Amazing Grace

Das weltbekannte Kirchenlied «Amazing Grace» entstand im 18. Jahrhundert und zählt heute zu den bekanntesten Melodien überhaupt. Frank Ticheli schuf 1994 eine aussergewöhnliche Bearbeitung für Blasorchester, die bewusst auf virtuose Effekte verzichtet und stattdessen die schlichte Schönheit der Melodie in den Mittelpunkt stellt.
Die Komposition beginnt mit einzelnen, frei schwebenden Tönen, aus denen sich die bekannte Melodie allmählich entwickelt. Nach und nach entfaltet sich ein dichter Klangteppich, bevor das Werk in ruhiger, fast meditativer Atmosphäre endet. Tichelis Fassung berührt durch ihre Schlichtheit und ihre eindringliche emotionale Wirkung.
 

Ralph Vaughan Williams - English Folk Song Suite

Die English Folk Song Suite gilt als Meilenstein der Blasorchesterliteratur. Vaughan Williams schrieb sie 1923 und war damit einer der ersten Komponisten, der ein originales Konzertwerk für Blasorchester schuf. Die Suite basiert auf traditionellen englischen Volksliedern, die der Komponist selbst gesammelt hatte.

I. March – «Seventeen Come Sunday»
Der erste Satz verbindet mehrere Volksmelodien zu einem lebhaften Marsch voller Lebensfreude und ländlichem Charme.

II. Intermezzo – «My Bonny Boy»
Im ruhigen Mittelsatz erklingt die melancholische Ballade «My Bonny Boy». Sanfte Klangfarben und fliessende Übergänge verleihen dem Satz eine besonders warme und nachdenkliche Atmosphäre.

III. March – «Folk Songs from Somerset»
Das Finale verarbeitet weitere traditionelle Melodien aus der Grafschaft Somerset. Der festliche und mitreissende Abschluss besteht aus schwungvollen Rhythmen und kontrastreichen Themen.
 

Manuel Morales Martínez - Izana «Bienvenida a la vida»

Izana – Bienvenida a la vida
Izana bedeutet «Willkommen im Leben» und ist eine musikalische Hommage an die Geburt der Tochter des spanischen Komponisten Manuel Morales Martínez.
Das Werk erzählt ohne Worte von den grossen Emotionen eines neuen Lebens: von Vorfreude und Hoffnung über zarte Momente des Staunens bis hin zu überschäumender Freude. Eingängige Melodien, farbenreiche Harmonien und rhythmische Energie verleihen der Komposition eine optimistische und berührende Ausstrahlung. «Izana» ist ein modernes Konzertwerk voller Lebensfreude.
 

Astor Piazolla (Arr. Robert Longfield) - Oblivion

Solistin: Sheila Grätzer, Altsaxophon

«Oblivion» entstand 1982 als Filmmusik und gehört zu den bekanntesten Werken des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla, der den traditionellen Tango mit Elementen aus Klassik und Jazz zum sogenannten «Tango Nuevo» weiterentwickelte.
Die langsame, sehnsuchtsvolle Melodie entfaltet eine melancholische Schönheit und lebt von ihrer grossen Ausdruckskraft. In dieser Bearbeitung übernimmt das Altsaxophon die Rolle der singenden Solostimme und verleiht dem Werk eine besonders warme und emotionale Klangfarbe.
 

Alfred Reed - Second Suite for Band «Latino-Mexicana»

Mit seiner «Second Suite for Band» entführt Alfred Reed das Publikum in die vielfältige Welt lateinamerikanischer Musik. Jeder Satz widmet sich einem anderen Tanzstil und verbindet dessen charakteristische Rhythmen mit der klanglichen Vielfalt des Blasorchesters.

I. Son Montuno
Der kubanische «Son Montuno» verbindet tänzerische Leichtigkeit mit pulsierenden Rhythmen und bildet den temperamentvollen Auftakt der Suite.

II. Tango – «Saragosso Serenade»
Der zweite Satz greift die Eleganz und Leidenschaft des Tangos auf. Ausdrucksstarke Melodien und markante Rhythmen sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

III. Guaracha
Die Guaracha stammt ebenfalls aus Kuba und zeichnet sich durch ihr hohes Tempo und ihre mitreissende Energie aus. Virtuose Passagen und rhythmische Präzision prägen diesen Satz.

IV. Paso Doble – «A la Corrida»
Zum Abschluss erklingt ein festlicher Paso Doble, der die Atmosphäre einer spanischen Stierkampfarena musikalisch einfängt. Strahlende Fanfaren und kraftvolle Rhythmen sorgen für einen glanzvollen Konzertabschluss.
 

Carlos Santana (Arr. Giancarlo Gazzani) - Santana «A Portrait»

Carlos Santana gehört zu den prägenden Gitarristen der Rockgeschichte. Sein unverwechselbarer Stil verbindet Rock, Blues und Jazz mit lateinamerikanischen Rhythmen und machte ihn weltweit berühmt.
In «Santana – A Portrait» hat Giancarlo Gazzani vier seiner bekanntesten Titel zu einem abwechslungsreichen Medley zusammengefügt:

Flor d’Luna eröffnet mit sanften, lyrischen Klängen und einer entspannten Latin-Atmosphäre.

Oye Como Va, ursprünglich von Tito Puente komponiert, entwickelte sich durch Santana zu einem Welthit und begeistert mit seinem markanten Groove.

Europa zählt zu Santanas berühmtesten Instrumentalstücken. Die ausdrucksstarke Melodie vermittelt grosse Emotionalität und gehört zu den Höhepunkten seines Schaffens.

Mit Smooth, dem mehrfach ausgezeichneten Welthit aus dem Jahr 1999, endet das Medley energiegeladen und mitreissend. Die Kombination aus Rock, Pop und Latin-Rhythmen sorgt für einen fulminanten Konzertabschluss.

 
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